tarzan und jane
ihr lieben,
es ist soweit, ich bin unterwegs.
nachdem mir noreen eine herzzerreißende karte geschrieben hat, dass ich eine tolle mitbewohnerin gewesen sei, wenn auch nur für kurz und das sie mir viel glück wünscht für meine reise (sie bescherte mir diese in ihrer typisch robusten art - legte sie mir aufs bett, sagte: »here, that´s for you« - und ging...) und troy mich in seiner gewohnt easyaustralischen art: »see you later« verabschiedete, saß ich nun mit einer träne im knopfloch im bus.
neben mir ein dickes mädchen. nicht nur, dass sie mir meinen fensterplatz geklaut hatte, nicht nur, dass sie ihre wurstigen oberschenkel auf meinen sitz rüberhingen, sie fing auch noch an zu schnarchen. na toll! ich versuchte also zu schlafen und zusammengekrumpelt auf meinem sitz wartete ich auf das, was da kommen möge.
nach 8 stunden fahrt erreichte ich 6 uhr morgens coff´s harbour. sowas läuft hier einfach mal so rum. der war mit schwanz etwa eineinhalb meter lang.

die jugendherberge ist echt schön und sehr modern, mit internet und schönen duschen und allem pi pa po. ich musste noch bis 11 uhr warten, um in mein 4-bett dorm zu kommen. dafür wurde ich mit einem doppelbett getröstet. nach einer lang ersehnten dusche lernte ich gleich meine zimmergenossinen kennen, cathrin und iris aus münchen. die waren sehr froh, mal nicht nur halbminderjährige backpacker zu treffen und so gingen wir gleich zusammen kaffee trinken. danach liehen wir uns fahrräder, stellt euch vor, wir haben tatsächlich fahrradhelme getragen. fotografische beweise existieren selbstverständlich nicht!


wir sind an der hiesigen küste langefahren. irgendwann mussten wir absteigen und weiter laufen. man, ist das schön hier! schroffe felsen, schäumende gischt, riesige wellen, alles grün, duftend und die tiere im busch machen einen radau! herrlich! das hat mir super gefallen.

wir kamen prompt in einen fetten regen und waren klitschnass, ich hatte natürlich profimäßig meine regenjacke dabei, die mädels werden dafür den wet t-shirt kontest gewinnen.

abends gab es lecker powersalat und rotwein und wir freuten uns auf den nächsten tag. wir hatten uns nen wagen geliehen, um zum dorrigo nationalpark zu fahren.

nach ner stunde fahrt durch herrlichste landschaft kamen wir in dem vernebelten nationalpark an. wir suchten uns eine route raus und tauchten ein in einen richtig echten regenwald. wie bei tarzan und jane, so mit lianen, die runterhängen und komischen geräuschen und subtropischem klima. wahnsinn!

uns empfingen sogleich altbekannte einheimische, blutegel, die sich sogleich an unseren beinen zu schaffen machten. (ich hatte meine wanderschuhe, lange hosen und dicke socken an und wähnte mich in sicherheit. aber diese gemeinen biester nehmen jede hürde. heute abend haben unsere füße überall geblutet und erst nach ne langen dusche konnten wir den letzten parasiten entfernen.)
und manchmal muss man so nen baum einfach mal umarmen, du...


nach einer ordentlichen wanderung, auch mit schuhe aus und durchs wasser und zahlreichen stopps wegen blutegelentfernung erreichten wir schließlich einen unglaublich großen, tosenden wasserfall (cedar falls). nur für diesen anblick habe ich gern blut gespendet. ihr seht ja selbst:

auf dem rückweg haben wir uns dann beeilt, wir waren so hungrig und auch schon ganz schön fertig, denn die höhenunterschiede hatten es schon in sich. wir hofften auf den pizza-tag im hostel und als wir ziemlich dreckig und halb verwarlost dort ankamen, war nix mit pizza. so gingen wir stinkend zum thai und haben uns drei richtig große portionen curry bestellt. das war sooooo gut!
morgen fahren wir weiter nach byron bay. dort machen die mädels nen surfkurs und ich? na mal sehen, was so passiert...
liebe grüße
von eurer jane
es ist soweit, ich bin unterwegs.
nachdem mir noreen eine herzzerreißende karte geschrieben hat, dass ich eine tolle mitbewohnerin gewesen sei, wenn auch nur für kurz und das sie mir viel glück wünscht für meine reise (sie bescherte mir diese in ihrer typisch robusten art - legte sie mir aufs bett, sagte: »here, that´s for you« - und ging...) und troy mich in seiner gewohnt easyaustralischen art: »see you later« verabschiedete, saß ich nun mit einer träne im knopfloch im bus.
neben mir ein dickes mädchen. nicht nur, dass sie mir meinen fensterplatz geklaut hatte, nicht nur, dass sie ihre wurstigen oberschenkel auf meinen sitz rüberhingen, sie fing auch noch an zu schnarchen. na toll! ich versuchte also zu schlafen und zusammengekrumpelt auf meinem sitz wartete ich auf das, was da kommen möge.
nach 8 stunden fahrt erreichte ich 6 uhr morgens coff´s harbour. sowas läuft hier einfach mal so rum. der war mit schwanz etwa eineinhalb meter lang.

die jugendherberge ist echt schön und sehr modern, mit internet und schönen duschen und allem pi pa po. ich musste noch bis 11 uhr warten, um in mein 4-bett dorm zu kommen. dafür wurde ich mit einem doppelbett getröstet. nach einer lang ersehnten dusche lernte ich gleich meine zimmergenossinen kennen, cathrin und iris aus münchen. die waren sehr froh, mal nicht nur halbminderjährige backpacker zu treffen und so gingen wir gleich zusammen kaffee trinken. danach liehen wir uns fahrräder, stellt euch vor, wir haben tatsächlich fahrradhelme getragen. fotografische beweise existieren selbstverständlich nicht!


wir sind an der hiesigen küste langefahren. irgendwann mussten wir absteigen und weiter laufen. man, ist das schön hier! schroffe felsen, schäumende gischt, riesige wellen, alles grün, duftend und die tiere im busch machen einen radau! herrlich! das hat mir super gefallen.

wir kamen prompt in einen fetten regen und waren klitschnass, ich hatte natürlich profimäßig meine regenjacke dabei, die mädels werden dafür den wet t-shirt kontest gewinnen.

abends gab es lecker powersalat und rotwein und wir freuten uns auf den nächsten tag. wir hatten uns nen wagen geliehen, um zum dorrigo nationalpark zu fahren.

nach ner stunde fahrt durch herrlichste landschaft kamen wir in dem vernebelten nationalpark an. wir suchten uns eine route raus und tauchten ein in einen richtig echten regenwald. wie bei tarzan und jane, so mit lianen, die runterhängen und komischen geräuschen und subtropischem klima. wahnsinn!

uns empfingen sogleich altbekannte einheimische, blutegel, die sich sogleich an unseren beinen zu schaffen machten. (ich hatte meine wanderschuhe, lange hosen und dicke socken an und wähnte mich in sicherheit. aber diese gemeinen biester nehmen jede hürde. heute abend haben unsere füße überall geblutet und erst nach ne langen dusche konnten wir den letzten parasiten entfernen.)
und manchmal muss man so nen baum einfach mal umarmen, du...


nach einer ordentlichen wanderung, auch mit schuhe aus und durchs wasser und zahlreichen stopps wegen blutegelentfernung erreichten wir schließlich einen unglaublich großen, tosenden wasserfall (cedar falls). nur für diesen anblick habe ich gern blut gespendet. ihr seht ja selbst:

auf dem rückweg haben wir uns dann beeilt, wir waren so hungrig und auch schon ganz schön fertig, denn die höhenunterschiede hatten es schon in sich. wir hofften auf den pizza-tag im hostel und als wir ziemlich dreckig und halb verwarlost dort ankamen, war nix mit pizza. so gingen wir stinkend zum thai und haben uns drei richtig große portionen curry bestellt. das war sooooo gut!
morgen fahren wir weiter nach byron bay. dort machen die mädels nen surfkurs und ich? na mal sehen, was so passiert...
liebe grüße
von eurer jane

1 Comments:
hey du süsse,
es ist so schön, das alles zu lesen. coff`s harbour und byron bay? da war ich auch! ist das aufregend. die bekanntschafft mit blutegeln musste ich jedoch nicht machen. das ist ja voll ekelig! du meisterst das aber echt cool, wie `ne eingeborene. liebe grüße und kuss K.
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