vom winde verweht auf den whitsundays
ihr lieben,
bin just arrived (iiihh, jetzt fängt se an mit englisch :-) von meinem segeltörn. hab mir gerade drei tage sonnencréme, salzwasser und insect repillant runter gewaschen und könnte gleich wieder zurück aufs schiff, so geil war das! das absolut allerbeste bisher! aber mal von vorn... setzt euch am besten n käffchen auf, das wird lang.

am samstag früh gingen wir (14 leute aus canada, serbien, italien, england, amerika, schweiz und holland) auf die »southern cross«.

dort erwarteten uns nick, unser skipper und magsy, die sogenannte »decki«. sie war quasi mädchen für alles und sehr robust mit ner richtig dreckigen lache. erst 20 jahre alt, bekochte sie uns die ganze zeit und legte segelmäßig richtig hand an. eigentlich war sie der chef.

nick ist gebürtiger papua-neuguineär (oder so) und jetzt skipper, tauchlehrer, perlentaucher, quasi homeless und macht nur aufregende sachen. unsere gruppe war am anfang etwas klemmig. ist ja auch nicht so einfach, wenn man weiß, dass man die nächsten tage zusammen auf nem schiff fest hängt. megsy versuchte mit ihrer schnodderschnauze, alles aus uns rauszuholen.

nach ner kurzen einführung, sicherheitsmäßig u.s.w. ging es rauf aufs meer. wir segelten das erste mal, aber der wind war etwas schwach. aber wenn man gemeinsam hand anlegen muss, lernt man sich ja immer ganz gut kennen. wir haben übrigens auch das namensspiel gespielt, zum glück mussten wir nicht anonyme-alkoholiker-mäßig zurückgrüßen mit »hiiii, julie«. unseren ersten stop machten wir an einem aussichtspunkt (hill inlet), von dem aus wir den whithavenbeach sahen. wunderbar! und wie uffer postkarte, nur noch schöner!

danach gings zum tongue bay. schnorchelmäßig war da nix zu holen, aber im weißen sand sitzen und aufs türkisfarbene meer gucken hat ja auch was...

geankert haben wir am nachmittag direkt am whitehaven beach. großartig! nick fuhr uns im motorboot rüber und es gab ne kricket-einführung, fußball und einen herrlichen sonnenuntergang. der sand an diesem strand ist so fein, dass man seinen schmuck damit polieren kann. wieder zurück auf dem boot genossen wir unser dinner an deck unter einem sagenhaften sternenhimmel. oh mein gott, werde schon wieder ganz melancholisch... danach gabs ordentlich fusel und jetzt war die gruppe entgültig aufgelockert. ich hatte drei leuten erzählt, dass ich heute geburtstag habe und so bekam ich einen kuchen, den magsy irgendwoher zauberte und ein ständchen von allen. ich war ganz gerührt, schluchz.

ich entschied mich an deck zu schlafen. in der kabine muffelte es ganz ordentlich und außerdem konnte ich mir die chance, auf einem segelboot unter dem fantastischen australischen sternenhimmel, mit einer leichten briese um die nase, natürlich nicht entgehen lassen. john, mit 64 jahren unser ältester mitsegler scharchte aber so laut, dass es schwierig war mit schlafen. er stieß zuweilen auch den ein oder anderen schrei aus und ich war versucht, ihm zu hilfe zu eilen.

und das aufwachen am nächsten morgen, ach kinders, es war einfach fantastisch. du machst ein auge auf, blinzelst in die sonne, siehst den perfekten weißen strand, um dich herum kleinere und größere inselchen, holst dir n kaffee...

mit susanne aus holland und paul aus england beim fruehstueck...

es ging weiter zum cataran bay zum schnorcheln. ich war erst n bißchen unsicher wegen der würfelquallen, die hier gerade ihr hochsaison haben. das stingersuit schützt zwar, aber unsere füße, hände und gesichter waren trotzdem frei. aber die fische und die korallen, einfach herrlich! das wasser war total klar und warm.

danach gings auf black island. diese kleine insel befindet sich direkt gegenüber von hayman island, die absolute luxusinsel der whitsundays. stars wie tommy lee jones pflegen hier zu residieren. natürlich versuchten wir per fernglas den ein oder anderen promi zu erhaschen, aber es war zu weit weg. da black island für die reichen und schönen zu negativ klingt, wurde die insel auch mal eben in bali hai umbenannt. magsy brachte uns eine riesenplatte mit früchten, oliven und käse und dem frönten wir dann auch genussvoll bei einem noch viel tolleren sonnenuntergang.und so war es, immer, wenn ich dachte, jetzt hab ich das absolut schönste gesehen, wurde es immer noch besser.


für die nacht ankerten wir in stone haven, einem ruhigen plätzchen umgeben von inselbergen. es gab lecker steak vom am deck befestigten grill. alle waren noch etwas fertig vom abend zuvor und so ging es bald ins freiluftbett, yeah.
am nächsten morgen gings weiter zu einem strand am anderen ende von hayman island, einer der angesagtesten schnorchelplätze dort. dementsprechend viele boote ankerten dort und luden touris ins und aus dem wasser. aber das schnorcheln war auch hier absolut perfekt. ich hab ja so gar keine ahnung von fischen, deshalb verschon ich euch mit näheren ausführungen. der höhepunkt war elvis, einem riesenfisch, lila und grün und blau, der in dieser bucht lebt. den konnten wir dann auch streicheln, der absolute hammer! wir waren schon wieder zurück und aus dem stingersuit gepellt, da nahm nick ein paar interessierte nochmal mit zu einer anderen, tieferen stelle. er zeigte uns einen fisch, der nemo ziemlich ähnlich sieht. das war das tolle an dem trip, es war nicht von vorne bis hinten durchgeplant und wenn wir noch eine stunde länger an einem strand bleiben wollten, wurde der snack eben rübergebracht oder wenn wir vom schnorcheln noch nicht genug hatten, zeigte uns nick noch einen besseren platz.

tja und danach gings auf den heimweg. wir mussten alle zum god wind beten, denn bis dahin waren wir ja noch nicht wirklich gesegelt. aber auch das klappte. mit über 9 knoten gings richtung airlie beach. ich als führerscheinlose war am steuer und nick bescheinigte mir ein großes talent. dit war wirklich n fez!


ich ging total beseelt und auch traurig, dass es schon vorbei ist, von bord. am abend trafen wir uns alle im beaches und feierten und tanzten bis spät in die nacht hinein. manno, will wieder zurück!
danach...

mein serbischer freund srdjan, sehr lustig...

alle begeistert mit internationalen schnorchelzeichen nach dem trip...

danke, skipper...

serben und italiener ein paar getraenke weiter...

oohhh, nicht die schon wieder...andrea from italia

hatte überlegt, auf so einem schiff zu arbeiten. da macht man zwar die ganze dreckarbeit, das aber vor ner fantastischen kulisse. hab mich jetzt doch wieder in den bus gesetzt und will dieses einmahlige erlebnis genauso behalten, wie es war. es geht weiter nach magnetic island, einer insel bei townsville. mit mir fährt alex, ein engländer, groß und rothaarig, engländer eben. und ich habe die letzten tage kein deutsch gesprochen. eins plus, setzen!!!
eure meerjungfrau
ps: es ist jedesmal unheimlich schwer, aus dem nicht enden wollenden bildmaterial die besten fotos herauszusuchen. am liebsten würde ich euch alle zeigen. und das müssten schon jetzt um die 1500 sein. wenn ich nach hause komme, werde ich euch damit martern.
pps: susanne (sie reist auch mit mir) erzaehlte mir heute, dass unser skipper erst vor eineinhalb monaten gelernt hat zu segeln. das ist schon mutig, 14 leute mit auf einen dreitaegigen trip zu nehmen...
bin just arrived (iiihh, jetzt fängt se an mit englisch :-) von meinem segeltörn. hab mir gerade drei tage sonnencréme, salzwasser und insect repillant runter gewaschen und könnte gleich wieder zurück aufs schiff, so geil war das! das absolut allerbeste bisher! aber mal von vorn... setzt euch am besten n käffchen auf, das wird lang.

am samstag früh gingen wir (14 leute aus canada, serbien, italien, england, amerika, schweiz und holland) auf die »southern cross«.

dort erwarteten uns nick, unser skipper und magsy, die sogenannte »decki«. sie war quasi mädchen für alles und sehr robust mit ner richtig dreckigen lache. erst 20 jahre alt, bekochte sie uns die ganze zeit und legte segelmäßig richtig hand an. eigentlich war sie der chef.

nick ist gebürtiger papua-neuguineär (oder so) und jetzt skipper, tauchlehrer, perlentaucher, quasi homeless und macht nur aufregende sachen. unsere gruppe war am anfang etwas klemmig. ist ja auch nicht so einfach, wenn man weiß, dass man die nächsten tage zusammen auf nem schiff fest hängt. megsy versuchte mit ihrer schnodderschnauze, alles aus uns rauszuholen.

nach ner kurzen einführung, sicherheitsmäßig u.s.w. ging es rauf aufs meer. wir segelten das erste mal, aber der wind war etwas schwach. aber wenn man gemeinsam hand anlegen muss, lernt man sich ja immer ganz gut kennen. wir haben übrigens auch das namensspiel gespielt, zum glück mussten wir nicht anonyme-alkoholiker-mäßig zurückgrüßen mit »hiiii, julie«. unseren ersten stop machten wir an einem aussichtspunkt (hill inlet), von dem aus wir den whithavenbeach sahen. wunderbar! und wie uffer postkarte, nur noch schöner!

danach gings zum tongue bay. schnorchelmäßig war da nix zu holen, aber im weißen sand sitzen und aufs türkisfarbene meer gucken hat ja auch was...

geankert haben wir am nachmittag direkt am whitehaven beach. großartig! nick fuhr uns im motorboot rüber und es gab ne kricket-einführung, fußball und einen herrlichen sonnenuntergang. der sand an diesem strand ist so fein, dass man seinen schmuck damit polieren kann. wieder zurück auf dem boot genossen wir unser dinner an deck unter einem sagenhaften sternenhimmel. oh mein gott, werde schon wieder ganz melancholisch... danach gabs ordentlich fusel und jetzt war die gruppe entgültig aufgelockert. ich hatte drei leuten erzählt, dass ich heute geburtstag habe und so bekam ich einen kuchen, den magsy irgendwoher zauberte und ein ständchen von allen. ich war ganz gerührt, schluchz.

ich entschied mich an deck zu schlafen. in der kabine muffelte es ganz ordentlich und außerdem konnte ich mir die chance, auf einem segelboot unter dem fantastischen australischen sternenhimmel, mit einer leichten briese um die nase, natürlich nicht entgehen lassen. john, mit 64 jahren unser ältester mitsegler scharchte aber so laut, dass es schwierig war mit schlafen. er stieß zuweilen auch den ein oder anderen schrei aus und ich war versucht, ihm zu hilfe zu eilen.

und das aufwachen am nächsten morgen, ach kinders, es war einfach fantastisch. du machst ein auge auf, blinzelst in die sonne, siehst den perfekten weißen strand, um dich herum kleinere und größere inselchen, holst dir n kaffee...

mit susanne aus holland und paul aus england beim fruehstueck...

es ging weiter zum cataran bay zum schnorcheln. ich war erst n bißchen unsicher wegen der würfelquallen, die hier gerade ihr hochsaison haben. das stingersuit schützt zwar, aber unsere füße, hände und gesichter waren trotzdem frei. aber die fische und die korallen, einfach herrlich! das wasser war total klar und warm.

danach gings auf black island. diese kleine insel befindet sich direkt gegenüber von hayman island, die absolute luxusinsel der whitsundays. stars wie tommy lee jones pflegen hier zu residieren. natürlich versuchten wir per fernglas den ein oder anderen promi zu erhaschen, aber es war zu weit weg. da black island für die reichen und schönen zu negativ klingt, wurde die insel auch mal eben in bali hai umbenannt. magsy brachte uns eine riesenplatte mit früchten, oliven und käse und dem frönten wir dann auch genussvoll bei einem noch viel tolleren sonnenuntergang.und so war es, immer, wenn ich dachte, jetzt hab ich das absolut schönste gesehen, wurde es immer noch besser.


für die nacht ankerten wir in stone haven, einem ruhigen plätzchen umgeben von inselbergen. es gab lecker steak vom am deck befestigten grill. alle waren noch etwas fertig vom abend zuvor und so ging es bald ins freiluftbett, yeah.
am nächsten morgen gings weiter zu einem strand am anderen ende von hayman island, einer der angesagtesten schnorchelplätze dort. dementsprechend viele boote ankerten dort und luden touris ins und aus dem wasser. aber das schnorcheln war auch hier absolut perfekt. ich hab ja so gar keine ahnung von fischen, deshalb verschon ich euch mit näheren ausführungen. der höhepunkt war elvis, einem riesenfisch, lila und grün und blau, der in dieser bucht lebt. den konnten wir dann auch streicheln, der absolute hammer! wir waren schon wieder zurück und aus dem stingersuit gepellt, da nahm nick ein paar interessierte nochmal mit zu einer anderen, tieferen stelle. er zeigte uns einen fisch, der nemo ziemlich ähnlich sieht. das war das tolle an dem trip, es war nicht von vorne bis hinten durchgeplant und wenn wir noch eine stunde länger an einem strand bleiben wollten, wurde der snack eben rübergebracht oder wenn wir vom schnorcheln noch nicht genug hatten, zeigte uns nick noch einen besseren platz.

tja und danach gings auf den heimweg. wir mussten alle zum god wind beten, denn bis dahin waren wir ja noch nicht wirklich gesegelt. aber auch das klappte. mit über 9 knoten gings richtung airlie beach. ich als führerscheinlose war am steuer und nick bescheinigte mir ein großes talent. dit war wirklich n fez!


ich ging total beseelt und auch traurig, dass es schon vorbei ist, von bord. am abend trafen wir uns alle im beaches und feierten und tanzten bis spät in die nacht hinein. manno, will wieder zurück!
danach...

mein serbischer freund srdjan, sehr lustig...

alle begeistert mit internationalen schnorchelzeichen nach dem trip...

danke, skipper...

serben und italiener ein paar getraenke weiter...

oohhh, nicht die schon wieder...andrea from italia

hatte überlegt, auf so einem schiff zu arbeiten. da macht man zwar die ganze dreckarbeit, das aber vor ner fantastischen kulisse. hab mich jetzt doch wieder in den bus gesetzt und will dieses einmahlige erlebnis genauso behalten, wie es war. es geht weiter nach magnetic island, einer insel bei townsville. mit mir fährt alex, ein engländer, groß und rothaarig, engländer eben. und ich habe die letzten tage kein deutsch gesprochen. eins plus, setzen!!!
eure meerjungfrau
ps: es ist jedesmal unheimlich schwer, aus dem nicht enden wollenden bildmaterial die besten fotos herauszusuchen. am liebsten würde ich euch alle zeigen. und das müssten schon jetzt um die 1500 sein. wenn ich nach hause komme, werde ich euch damit martern.
pps: susanne (sie reist auch mit mir) erzaehlte mir heute, dass unser skipper erst vor eineinhalb monaten gelernt hat zu segeln. das ist schon mutig, 14 leute mit auf einen dreitaegigen trip zu nehmen...

1 Comments:
Hallo meine Hübsche, erste mal 1287270 dicke feuchte Knutscher nachträglich zu Deinem Geburtstag. Ich hatte ihn nicht vergessen, hatte sogar Lenin gegoogelt, weil sein Todestag ja mein hook ist, aber dann hat meine Rechnerin die alte Zicke Kurzurlaub gemacht, also war ich die letzte Woche ohne Weltanbindung.
Ich wünsche Dir alles alles Jute und wenn Du wieder da bist singe ich Dir eine selbst gemachte Hymne.
Dein blogg ist super!!!So kann man bei allem dabei sein. Es ist wie Urlaub light.Obwohl ich sicher die bin, die Dich neben Deiner Familie am längsten kennt, entdecke ich zwischen den Zeilen immer auch eine Julie, die mir neu ist. Das ist toll.Ich freu mich so für Dich, dass Du den Trip gemacht hast! Manche Sachen in Deinem Blog sind sogar sehr lehrreich. So war mir nicht bekannt, was ein stingersuite ist. Ich kannte stinger nur als Namen für Mittelstreckenraketen. So war ich zunächst etwas verwundert, dass Du im Raketenanzug durch den Ozean paddelst. Inzwischen habe ich dann mal geraten, das es sich wahrscheinlich um so ein Neoprendings handelt. Und Zack hat Jenny wieder was gelernt.
Uni mäßig bin ich ätzend eingespannt, daran ist leider auch das x-mas Geschenk für Eric gescheitert. Aber ein Ende ist,zum Glück in Sicht.
Nun wünsche ich Dir noch einen schönen Tag, Ich hab Dich lieb und freue mich schon auf Deine nächsten Abenteuer. Bis bald, Deine Jenny.
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